stARTschuss für das stARTcamp Köln 2012: Thema und Anmeldung

Los geht's! Am vergangenen Wochenende trafen Eure Herbergsmütter Ute, Anke und Wibke sich, um in die Planung für das zweite Kölner stARTcamp am 14. September 2012 einzusteigen. Das fabelhafte stARTtogether im April (unfassbare 4.000mal wurde die Dokumentation aufgerufen) hat uns zusätzlich beflügelt.

Das Thema

"Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit."

Unserem Motto bleiben wir treu und stellen 2012 die Qualifikationen und Berufsbilder für digitale Kommunikation für Kunst und Kultur in den Mittelpunkt.

  • Welche Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten gibt es? 
  • Was ist von Zertifizierungen für Social Media und Community Manager zu halten? 
  • Was benötigen Mitarbeiter für effektive Kommunikation im Social Web? 
  • Wie finden Institutionen und Unternehmen geeignete Mitarbeiter? 

Wir freuen uns auf spannende Sessions! Außerdem geben wir an diesem Tag interessierten Bewerbern und suchenden Arbeitgebern aus Kunst und Kultur die Möglichkeit, mit einem Video in einer virtuellen Stellenbörse aufeinander und Bewerbungen und Stellen im Bereich digitaler Kommunikation aufmerksam zu machen. 

Die Anmeldung

2011 waren wir völlig von den Socken, wie flott die Tickets weggingen. Auch in diesem Jahr haben wir wieder 120 Teilnehmerplätze zu vergeben. Wie im letzten Jahr werden wir dann mitsamt Helfern, Pressegästen, Sponsoren und unserer Wenigkeit etwa 140 stARTcamper sein. Um diesmal möglichst vielen Interessenten die Gelegenheit zu geben, beim stARTcamp Köln dabei zu sein, geben wir die Tickets in zwei Staffeln raus:

  • Montag, 2. Juli (80 Tickets) 
  • Montag, 27. August (40 Tickets)

Die Anmeldung erfolgt wie im Vorjahr über amiando. Den Link geben wir rechtzeitig bekannt. Nach Erfahrungen im Vorjahr bieten wir diesmal eine Ticket-Tauschbörse hier im Blog an. Stornierungen über amiando funktionieren erst ab einer gewissen Höhe der Teilnahmegebühr. Wir wollen aber bei den 25 EUR bleiben, mit denen wir die Basiskosten wie etwa die Miete für die Location decken können.  

Wir suchen Sponsoren!

Keine falsche Scheu! Wir stellen gerade hübsche Sponsorenpakete und eine Infografik über unsere Reichweite zusammen - die über den Tag hinaus enorm war und ist. Diesmal wird das stARTcamp Köln zusätzlich auch für Aus- und Weiterbildungsanbieter sehr interessant sein. Also, sprecht uns an. Wir freuen uns über jeden Sponsor. 

Internetwoche Köln

Diesmal findet das stARTcamp Köln im Rahmen der Internetwoche Köln statt. Vom 10. bis zum 16. September finden zahlreiche Veranstaltungen statt, die sich mit den vielfältigen Seiten des Internet befassen. 

Wohlan, verbreitet die gute Kunde und tragt den Termin in Euren Kalender ein. Wir Herbergsmütter freuen uns auf Euch!

Update 12:16 Uhr am 14. Mai: Der offizielle Hashtag lautet #sck12!

 

 

Einer für alle, alle für einen: Das stARTcamp Köln unterstützt die stARTconference 2012

Wir, die Herbergsmütter des stARTcamp Köln, unterstützen die stARTconference 2012.

Wollt Ihr auch an der stARTconference teilnehmen oder sie unterstützen?

Update: Leider ist das Crowdfunding der stARTconference gescheitert: Das Aus der stART12 als stARTschuss für das “next level”.

Crowdfunding. Oder: Wir stehen noch ganz am Anfang | stARTtogether Köln

Gestern, am 3. April 2012, trafen wir uns zum stARTtogether Köln. In Vorträgen und einer Diskussionsrunde beleuchteten Wolfgang Gumpelmaier, Andrea Kamphuis, Frank Tenter und Axel Kopp die gemeinsame Finanzierung von Projekten und Ideen, das Crowdfunding. 
Ungefähr 50 interessierte Menschen fanden den Weg in das fabelhafte Atelier Colonia, eine Location mit Geschichte und Charme. Frank Tentler hat ein großartiges Foto von uns dort gemacht. 
Instagram
 (c) Frank Tentler http://instagr.am/p/I9rjBDGJy0/
Die Herbergsmütter danken ganz herzlich allen, die kamen und ihr Wissen, ihre Erfahrungen und Fragen beisteuerten! Und unser besonderer Dank gilt einmal mehr Guido Schwan, der uns alle mit der Technik beeindruckte und mit iPhone und iPad Livestream und Live-Schalte nach Österreich umsetzte. Wow!

Update 4.4.2012 um 11:26 Uhr: Hier kann man sich die Aufzeichnung des Livestreams ansehen. 

Hier die Folien zu den Vorträgen: 
View more PowerPoint from Axel Kopp
Start12_startnext
Und mit Storify haben wir den Verlauf des Abends in den Kommentaren bei Twitter nachvollzogen: 

[View the story "stARTtogether Köln: Es begab sich an einem Abend im April ..." on Storify]

stARTtogether Köln: Sprechen wir über Crowdfunding ...

Heute abend, am 3. April 2012, laden wir zu einem Themenabend zu Crowdfunding. Gemeinsam Projekte finanzieren. Aha, wird sich mancher denken, und vielleicht etwas ratlos mit den Schultern zucken. Für welche Projekte und Ideen sich Crowdfunding eignet und wie man das Ganze angeht, das wollen wir heute abend in einer sachkundigen Runde mit Menschen erörtern, die sich mit dieser Finanzierungsform auseinander gesetzt und bereits Erfahrungen gesammelt haben. 

Und nun kommen Sie, nun kommt Ihr: Welche Fragen brennen Ihnen, brennen Euch auf der Seele? Sendet uns Eure Fragen hier als Kommentar im Blog oder via Twitter mit dem Hashtag #stog12 und wir nehmen diese nach Möglichkeit mit in die Podiumsdiskussion. Wir verfolgen während die #stog12 -Tweets und versuchen, auch während der Veranstaltung, Fragen hinein zu moderieren. 

Den Link zum Livestream geben wir kurzfristig hier, auf Facebook und bei Twitter durch.

Ablaufplan

19 Uhr Begrüßung durch Anke von Heyl, Ute Vogel und Wibke Ladwig

19:10 Uhr Vortrag: Einführung ins Thema Crowdfunding (Wolfgang Gumpelmaier)

19:30 Uhr Kurzvorträge mit Präsentation von Projekten und Haltung zu Crowdfunding von Andrea Kamphuis, Frank Tentler und Axel Kopp. 

20:15-21:00 Uhr Podiumsdiskussion mit Andrea Kamphuis, Frank Tentler und Axel Kopp (Moderation: Anke von Heyl, Wibke Ladwig)

21-22 Uhr Netzwerken und Austausch

 

Hier der Link zur Location: http://www.atelier-colonia.de/

Und hier das Atelier Colonia bei Google Maps.

Gleich in der Nähe ist die Haltestelle "Körnerstraße" der Linien 3 und 4 sowie der S- und Regionalbahnhof "Köln-Ehrenfeld".

Alles weitere hatten wir hier beschrieben. 

 

Die Kölner Herbergsmütter laden zum stARTtogether: Crowdfunding für Kunst und Kultur

Crowdfunding - Gemeinsam Projekte finanzieren: Themenabend mit Experten am 3. April beim 1. stARTtogether in Köln

Am Dienstag, den 3. April 2012 veranstalten Eure Herbergsmütter Anke von Heyl, Ute Vogel und Wibke Ladwig das 1. stARTtogether Köln im Atelier Colonia in Köln-Ehrenfeld.
Von 19 bis 22 Uhr beleuchten wir mit menschlich-fachlicher Unterstützung von Andrea Kamphuis, Wolfgang Gumpelmaier, Axel Kopp und Frank Tentler die Möglichkeiten und Grenzen der gemeinsamen Finanzierung von Projekten im Social Web.

Gemeinsam Projekte finanzieren: Das Thema „Crowdfunding“ steht im Mittelpunkt des ersten stARTtogethers in Köln. Der Eintritt ist frei, Getränkeverkauf vor Ort. Um diesen Abend organisieren zu können, benötigen wir Eure Unterstützung: Finanziert wird die Veranstaltung passend zum Thema durch Crowdfunding. Möchtet Ihr teilnehmen oder unsere Veranstaltung unterstützen? Beteiligt Euch an den Kosten der Raummiete. Schaffen wir das, bis zum 3. April die benötigten EUR 100,00 zusammenzubekommen? Das Crowdfunding startet am 20. März. Die Plattform und den Link dorthin geben wir in den nächsten Tagen via Twitter, Facebook und hier im Blog bekannt. Seid dabei und unseres Danks gewiss!

Edit: Aufgrund von Krankheit, erhöhtem Arbeitsaufkommen und der Kürze der Zeit, haben wir uns entschlossen das Crowdfunding zur Finanzierung der Raummiete analog zu realisieren - sprich, wir werden am Abend vor Ort eine Spendenbox aufstellen. :)

Anmelden könnt Ihr Euch ab sofort über facebook, Xing, per Mail oder ganz unformell einen Kommentar hier im Blog.

Crowdfunding, die Finanzierung von Projekten und Ideen durch die Community, wird zunehmend auch in Deutschland bekannter. Durch die publikumswirksame Crowdfunding-Aktion für einen Kinofilm der TV-Serie „Stromberg“ gelangte das Thema auch in die Berichterstattung der klassischen Medien. Etliche Plattformen wie startnext, MySherpas, Pling, Inkubato oder VisionBakery entstanden in den letzten zwei Jahren. Gerade für Kulturinstitutionen, Unternehmen der Kulturbranche und Kreative bietet die gemeinsame Finanzierung von Projekten durch Crowdfunding neue Möglichkeiten. In Vorträgen und einer Podiumsdiskussion werden diese Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von Crowdfunding ausgelotet.

Wolfgang Gumpelmaier, Berater aus Wien und Experte für Social Film Marketing, führt via Skype ins Thema ein. Andrea Kamphuis (Mitgründerin des Crowdpublishing-Verlags Kraut Publishers) und Frank Tentler (Veranstalter der stARTconference und Social Web-Stratege) geben in Kurzvorträgen Einblick in ihre Erfahrungen mit Crowdfunding-Projekten und Axel Kopp (Kulturmanager und Online-Redakteuer der IHK Düsseldorf) wirft einen kritischen Blick auf das Thema. Moderiert von den Veranstalterinnen und unter Einbeziehen von Fragen aus dem Publikum setzen sich Andrea Kamphuis, Frank Tentler und Axel Kopp kritisch mit Crowdfunding auseinander.

Im Anschluß ist noch Gelegenheit zum Netzwerken, für Gespräche, Schwatzen, Kennenlernen und Wiedersehen. 

 

Mit Unterstützung von Guido Schwan planen wir eine Übertragung via Livestream. Fragen aus Twitter werden von den Veranstalterinnen in die Podiumsdiskussion moderiert. Der Hashtag für diesen Abend lautet #stog12. Die Dokumentation erfolgt hier im Blog des stARTcamp Köln.

 

Kommt alle! Gebt die frohe Kunde weiter!

Herzlich winken Eure Herbergsmütter Euch zu:
Anke von Heyl, Ute Vogel und Wibke Ladwig

 

Herbergsmuetter

Foto: Harald Link

 

 

stARtcamp Köln die Zweite

Wenn in Köln etwas zum zweiten Mal stattfindet, gehört es zur Tradition:
In diesem Sinne gehen wir mit unserem stARTcamp Köln in die zweite Runde - in diesem Jahr auch als Bestandteil der Internetwoche Köln.

Ihr seid herzlich eingeladen, am 14. September 2012 wieder in unsere Social-Media-Herberge Karl Rahner Akademie zu kommen. Einen Tag lang widmen wir uns in Sessions, Vorträgen und Workshops Kunst, Kultur und Social Web. Vernetzt Euch live und in Farbe quer durch alle Kultursparten. Die Herbergsmütter Ute Vogel, Wibke Ladwig und Anke von Heyl servieren garantiert keinen Hagebuttentee und freuen sich auf euch. Und natürlich auf ein unvergessliches Social Singing! Vergesst das Social Singing nicht!

P.S. Den Anmeldetermin verkünden wir auf den bekannten Kanälen. Haltet Augen und Ohren also offen!

Eine Lobrede auf unsere Helden des stARTcamps Köln

Zwei Wochen liegt unser 1. stARTcamp Köln inzwischen zurück. Unsere Dokumentation ist auf einen stolzen Umfang angewachsen. Als wir mit der Planung des stARTcamps Ende Mai begannen, haben wir nicht geahnt, dass wir auch eine solch großartige, professionelle Video-Dokumentation bieten können. 

PA072625

Wesentlich zum Gelingen dieses Tages und der Dokumentation trugen drei Herren bei, die sich zu einem frühen Zeitpunkt mit größter Selbstverständlichkeit bereit erklärten, uns mit Rat und Tat beim stARTcamp zu unterstützen und Vorträge und Sessions aufzuzeichnen.
Ein großes, großes Dankeschön an Guido Schwan, Harald Link und Alexander Bentzien. Ihr seid allesamt fabelhaft!   

Schon im Vorfeld durften wir Guido auch mit den absonderlichsten Fragen zu WLAN und technischem Equipment fürs stARTcamp löchern. Am Tag des stARTcamps selber strahlten die Herren selbst beim Zusammenbruch des Internet zwischendurch Ruhe und Gelassenheit aus, die sich wohltuend auf uns „Herbergsmütter“ auswirkte. 

Zu Ehren unserer Helden und als kleines Dankeschön benannten wir Räume nach ihnen. So gab es den Schwan-Saal, die Link-Lounge und die Bentzien-Bude. 

PA072675

Also, ein tiefer Knicks nochmal und lasset Euch feiern als unsere Helden, Guido, Harald und Alexander! 

Harald Link, der „nebenbei“ auch noch famose Fotos machte:

PA072630

Alexander Bentzien, der den „Schwan-Saal“ im Griff hatte und den ich genau wie auf diesem Foto meist nur von der Bühne aus hinter der Kamera sah: 

PA072636

Guido Schwan, der unerschütterlich überall Hand anlegte und auch in unseren aufgeregtesten Momenten („Das Internet ist FUTSCH!!!11einself!!1“) die Ruhe selbst blieb und eine Lösung fand: 

PA072646

Diese wunderbaren Fotos und noch viele mehr machte übrigens Oliver Schwarz aka @schwarzdesign und sind hier zu sehen. 

^wla

Nach dem stARtcamp Köln ist vor dem stARTcamp Köln

6222802015_9204a14d82_b
Foto: Harald Link

Die Herbergsmütter sind glücklich, zufrieden, dankbar und beseelt von den überwältigenden Rückmeldungen. Ihr habt den von uns vorbereiteten Rahmen mit fabehaften Inhalten, Energie und guter Atmosphäre gefüllt. Wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen bei der stARTconference im November, auf weitere stARtcamps in anderen Orten und gegen ein 2. stARtcamp Köln 2012 spricht im Moment auch nichts. ;)

Sebastian Hartmann über die Chancen für Museen im Social Web

Noch drei Tage und wir sehen uns beim 1. stARTcamp Köln! Die Teilnehmer erwartet ein Mashup aus Konferenz mit Vorträgen und Diskussionen und Barcamp mit Sessions, die aus dem Kreis der Teilnehmer angeboten werden. Einige sind bereits auf der Community-Plattform mixxt eingereicht worden. Wer spontan am Freitag noch etwas anbieten möchte (Workshop, Vortrag, Gesprächsrunde etcpp) sei herzlich dazu eingeladen.

Eine der Sessions bietet Sebastian Hartmann aka @MuseumsHeld an. Sebastian ist MuseumsSocialWebber, Projektleiter Social Web bei publicplan und bloggt museumsreif.  

Sebhartm

1. Lieber Sebastian, welche Session planst Du für das stARTcamp Köln?

Mein Beitrag für das stARTcamp in Köln ist eine Session, in der ich den Teilnehmern vermittle, wie sie in ihrer Kulturinstitution das Thema Social Media platzieren und von der ersten Idee bis hin zur Onlinegehen umsetzen können. Dabei geht es mir vor allem um die Kommunikation des Themas „Social Media“ im Kreise des Teams und bei der Leitung einer Institution.  

Meist wird es nämlich von einer oder zwei Personen inhouse angestoßen und dann gilt es, die anderen davon zu überzeugen. „Social Media“ ist nachwievor etwas, bei dem sich viele Mitarbeiter in Kulturbetrieben nicht vorstellen können, was es der jeweiligen Institution bringt und wie sie es im Arbeitsalltag handhaben können. Und auf den Zuspruch der Kollegen muss man bauen, um die Aktivitäten auf Dauer lebendig und vielfältig zu gestalten. 

Da ich aus der Museumsbranche komme, wird der Fokus der Session dort liegen. Die Ansätze sind aber auf jede andere Institution übertragbar.

2. Worin genau siehst Du die Chancen für Museen im Social Web?

Museen stehen vor einer großen Herausforderung. In Zukunft kommt es noch viel mehr darauf an, dass sie sich selbst finanzieren können. Ergo wird den Besuchern und Förderern einer Institution eine noch höhere Bedeutung zu teil werden. Darauf müssen sich die Museen einstellen und neben den klassischen Aufgaben und Tätigkeitsfeldern auch „neue“ Wege beschreiten, um noch mehr Menschen zu begeistern, erreichen und dauerhaft zu binden.

Social Media bietet viele Möglichkeiten, das zu schaffen. Durch Kommunikation mit Fans und Followern, die als Multiplikator für ein Museum im Web fungieren. Durch Angebote der Beteiligung, damit die richtigen Angebote im Museum geschaffen werden. Durch Vernetzung mit Kulturinteressierten und anderen Einrichtungen, sodass dauerhaft viele Museumsgänger angesprochen werden. 
Dies ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten im Social Web. Jedes Museum muss da aber seinen eigenen Weg finden, diese Chancen für sich zu nutzen. Wenn es richtig gemacht wird, steigen langfristig auch die Besucherzahlen.

3. Welche Museumsprojekte hältst Du für besonders bemerkenswert - und warum?   

Auch da gibt es vieles, was erwähnenswert ist. Ich versuche mal ein paar Projekte herauszugreifen. Da ich auch selbst ein „MuseumsFan“ bin – also auch gerne Museen am Wochenende in der Freizeit besuche – verfolge ich mit großer Freude, wie bereits jetzt einige Museen sehr kreativ mit Social Media umgehen, um Fans und Follower zu begeistern. Oft ist es so, dass es eben diese Begeisterung den nächsten Museumsbesuch „verursacht“. Da ist vor allem die Art und Weise der Kommunikation derer, die Social Media betreuen, von entscheidender Wichtigkeit. Wer das mit Leidenschaft und Freude betreibt, der steckt das Gefolge an. Das ist bei vielen Museen sichtbar – egal ob Kunst-, Archäologie-, Technik-, Industrie-, Erlebnis-, Naturkunde- oder Themenmuseum, kleines oder großes Museum. 

Natürlich habe ich als „Fan“ auch einige Favoriten und natürlich auch einige, bei denen ich mitgewirkt oder beteiligt war - wie beim Neanderthal Museum, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und noch einigen mehr. Die Institutionen gehen mittlerweile sehr unterschiedlich an die Sache heran und das gefällt mir. 

So mag ich den stark partizipativen Charakter der Facebook-Aktionen vom NRW-Forum Düsseldorf (wo ich mittlerweile Stammgast bin und öfters auch Ausstellungen mehrfach besuche) mit Fotowettbewerben, Preview-Führungen und vielem mehr.
Gleiches gilt aber auch für das Asisi Panometer, welches heute in Berliner Pergamonmuseum eröffnet oder das Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Gut finde ich auch das Live-Getwittere aus dem Deutschen Currywurstmuseum Berlin, dem Lehmbruck Museum Duisburg und dem Museum für Kommunikation Frankfurt und Berlin (die ich daraufhin auch live besucht habe, als ich vor Ort war).
Die Blogs vom Mercedes Benz-Museum Stuttgart, LWL-Museum für Archäologie Herne und der Bundeskunsthalle Bonn erzählen tolle Geschichten und geben via Bild und Text spannende (Ein)Blicke hinter die Kulissen, die Lust auf den Museumsbesuch machen.
Gleiches gilt für das umfangreiche SCHIRNmag der SCHIRN Kunsthalle, welches ich Museumsfans in Frankfurt sehr ans Herz legen möchte.

Aber auch im Bereich der Smartphone Apps tut sich etwas, sodass wir mittlerweile über 20 teils sehr gut gemachte Gimmicks von Museen für iPhone und Android in Deutschland haben. Diese sind meiner Meinung nach auch gleichzeitig immer ein Appetizer für das Live-Erlebnis im Museum (oder unterstützen es dabei). Und genau darum geht es ja bei allen Möglichkeiten von Social Media. Als Museumsgänger möchte ich ja nicht jede Ausstellung virtuell aufs „Tablett“ geliefert bekommen, sondern real vor Ort erleben.

Diese Grundidee möchte ich ebenfalls gerne in meiner Session kommunizieren, da sie ein gutes Argument für die Teilnehmer sind, um Social Media im Museum zu platzieren.

Herzlichen Dank, lieber Sebastian. Wir freuen uns sehr auf Deine Session! 

(Das Interview führte Wibke Ladwig.)  

Claudia Pelzer über Crowdsourcing und was sie daran fasziniert

Nur noch wenige Tage bis zum 1. stARTcamp Köln. Wir freuen uns sehr, dass wir Claudia Pelzer, Medien-Ökonomin, Bloggerin, Autorin und Gründerin des Crowdsourcingblogs, am Freitag an Bord haben werden.

Liebe Claudia, über welches Thema wirst Du beim stARTcamp Köln sprechen?

Ich werde über Themen wie Crowdsourcing, Co-Creation und Open Innovation sprechen, erklären wo diese Entwicklungen herkommen und auch ein wenig versuchen zu ergründen wo sie uns hinführen. Denn letztlich werden sie, und davon bin ich überzeugt, unser Empfinden von (Kreativ-)Arbeit revolutionieren.

Was genau versteht man unter Crowdsourcing und was fasziniert Dich daran?

Crowdsourcing ist ein Neologismus, der sich aus ‘Crowd’ und ‘Outsourcing’ zusammensetzt. Der Prozess hat seinen Ursprung im Bereich Open Innovation und beschreibt im Grunde die Auslagerung von Arbeits- und Kreativprozessen an die Masse der Internetnutzer.

Crowdsourcing hat verschiedene Unterkategorien, unter anderem Crowdfunding (die Community finanziert gemeinsam ein Projekt), Co-Creation (die Community erschafft gemeinsam ein kreatives Werk) oder Mircroworking (die Community erfüllt kleinere (Teil-)Aufgaben wie z.B. Texterkennung, die final wieder zu einem Gesamtergebnis zusammengesetzt werden).

Was mich daran fasziniert? In einer mehr und mehr vernetzten Welt bieten sich uns in Zukunft vollkommen neue wirtschaftliche wie kreative Potentiale. Am Ende steht ein globaler Zugang zu Wissen, Kreativität und Arbeitskraft auf der einen,sowie zu Aufgaben und Nachfrage auf der anderen Seite. Plattformen und soziale Netzwerke agieren in diesem Umfeld als neue Mittler, vergleichbar mit einem neuronalen Netzwerk, das sich nach und nach erweitert.

Noch befinden wir uns vergleichsweise am Anfang dieser Entwicklung. Umso spannender ist es zu beobachten, welche Mechanismen und Projekte sich daraus entwickeln und welche Rolle die deutsche (Kreativ-)Wirtschaft in diesem neuen Wettbewerb einnehmen wird.

Gibt es kulturelle oder Kunst-Crowdsourcing-Projekte, die Du besonders bemerkenswert findest?

Die Arbeit von Aaron Koblin finde ich faszinierend, den man wohl als Daten- bzw. auch durchaus als Crowdsourcing-Künstler bezeichnen könnte. Er nutzt Daten-Sets aus der Community, um kulturelle Trends und das sich wandelnde Verhältnis zwischen Menschen und Technologie abzubilden. Hier (Link: http://www.aaronkoblin.com/work.html) findet man Auszüge seiner Arbeit. 

Herzlichen Dank, liebe Claudia. Bis Freitag! 

Wer neugierig auf Claudia und Crowdsourcing ist, dem sei dieser Beitrag im Elektrischen Reporter von ZDFkultur ans Herz gelegt: